Der Reitstadel in Neumarkt/Opf. ist für mich ein besonders guter Saal für Kammermusik. Nicht umsonst spielen dort die weltbesten Musiker und nehmen auch dort ihre CDs auf (Brendel, Schiff u.a.). Dort zu musizieren ist ein Risiko: sofort stellen sich unwillkürlich Vergleiche mit den internationalen Spitzenmusikern ein. Jetzt wagte das Bamberger Streichquartett einen Vergleich. Das Ensemble besteht aus, zugegeben, Spitzenmusikern und aus einem, zugegeben, Spitzenorchester. Aber eben doch kein professionelles Streichquartett (z.B. Emerson- oder Alban-Berg-Quartett).
Ich hörte ein Haydn-Quartett und Schuberts berühmtes (und gefürchtetes) d-Moll Quartett "Der Tod und das Mädchen".
Um es kurz zu machen: es war ein phänomenales Konzert! Dieses Ensemble braucht keine Vergleiche zu scheuen: wunderschöner Klang, technisch perfekt, musikalisch intelligent und mit leidenschaftlichem Temperament! Kompliment. Die Kommentare des Cellisten zur Musik waren voller Esprit und fachlich souverän. Das Konzert in Neumarkt wird mir unvergesslich bleiben.